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2025-2026

Village_Sarabhai

TypologieWohnen
StandortAhmedabad, Indien
Jahr2025-26
ModulEntwerfen
GruppenpartnerJustus Büttner
ProfessurProf.in Marianne Müller AA.,
Dana Andronescu M.Sc.

Ausgangspunkt unseres Projekts war die Villa Sarabhai von Le Corbusier, deren Grundrissstruktur wir zunächst intensiv untersuchten und anschließend transformierten, bis wir eine eigenständige, schlüssige Anordnung von Räumen und Beziehungen gefunden hatten. Aufbauend auf dieser neu entwickelten Grundrisskonstellation begannen wir, im Bestand gestalterisch einzugreifen. Ein zentrales Element war das Voranstellen einer Bogenarkade vor die Fassade, die sowohl räumlich als auch atmosphärisch an die vorhandenen Bogentonnendecken anknüpft und deren Motiv weiterführt. Dadurch entsteht eine stärkere plastische Tiefe sowie eine vermittelnde Zone zwischen Innen- und Außenraum. Auch in der Materialität und Farbigkeit orientierten wir uns am Kontext: Warme, erdige Rottöne greifen die architektonische Sprache des Ortes sowie die landschaftlichen und kulturellen Bezüge Indiens auf und verleihen dem Entwurf eine ortsspezifische Identität.

Renderaußen
Rendering
Bestandsaufnahme
Villa Sarabhai © FLC / ADAGP / Manuel Bougot

Die räumliche Organisation der Villa Sarabhai wird maßgeblich durch ein System massiver, raumbildender Wandscheiben geprägt. Diese Schotten strukturieren den Grundriss und erzeugen eine klare Abfolge von Zonen, die sich entlang der massiven Elemente entwickeln. Gleichzeitig werden diese Wände gezielt durchbrochen, sodass Öffnungen, Durchblicke und Übergänge zwischen den Räumen entstehen. Auf diese Weise entsteht ein Spannungsfeld zwischen klarer struktureller Ordnung und räumlicher Durchlässigkeit, in dem sich einzelne Bereiche definieren, ohne vollständig voneinander getrennt zu sein.

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Villa Sarabhai, Le Corbusier 1951-56

Die räumlichen Prinzipien der Villa Sarabhai werden in der Interpretation als Grundlage für eine größere Wohnanlage verstanden. Ausgehend vom schottenbasierten Grundriss entstehen modulare Wohneinheiten, die zu einer Konstellation mehrerer Wohnungen zusammengefügt werden. Durch ihre versetzte Anordnung bildet sich ein komplexes räumliches Gefüge, das weniger als geschlossenes Gebäude, sondern vielmehr als eine Art architektonisches „Village" funktioniert. Zwischenräume, Durchgänge und gemeinschaftliche Bereiche schaffen zahlreiche Möglichkeiten für Begegnung und Interaktion und verbinden private Rückzugsorte mit gemeinschaftlichem Leben innerhalb der Anlage.

Konstellation
Konstellation